Panoptikum Hamburg

Wachsfiguren mit hanseatischem Charme

Mitten auf der Reeperbahn, wo das Licht der Leuchtreklamen nie erlischt, steht Deutschlands ältestes Wachsfigurenkabinett, zugleich eines der ältesten und ungewöhnlichsten Museen Deutschlands: das Panoptikum Hamburg. Seit über 140 Jahren begeistert es Besucher mit Wachsfiguren von Berühmten und Berüchtigten aus Geschichte, Kultur und Gegenwart. Hier bekommt die Gelegenheit, Selfies z. B. mit den lebensechten Kopien von Udo Lindenberg und Olivia Jones zu machen. Das Panoptikum ist ein Ort, der mit ruhigem Stolz seine Traditionen pflegt – authentisch, hanseatisch und voller Geschichten.

Das Panoptikum – Geschichte mit Haltung

Das Panoptikum wurde 1879 von Friedrich Hermann Faerber gegründet und ist heute das älteste Wachsfigurenkabinett in Deutschland. Es hat zwei Weltkriege überstanden, wurde in den 1940er-Jahren fast vollständig zerstört und in den 1950ern von der Familie Faerber mit viel Hingabe wieder aufgebaut. Noch immer wird es von derselben Familie betrieben – mittlerweile in vierter Generation. 

Dieses Erbe spiegelt sich im ganzen Haus wider: Jede Figur, jede Ecke erzählt nicht nur etwas über die dargestellten Persönlichkeiten, sondern auch über die Geschichte des Museums selbst. Während andere Attraktionen häufig ihre Konzepte wechseln, setzt das Panoptikum auf Kontinuität und Qualität – ein Alleinstellungsmerkmal auf der sonst so schnelllebigen Reeperbahn.

Von Politik bis Popkultur

Rund 120 Wachsfiguren stehen heute im Panoptikum – darunter weltbekannte Persönlichkeiten aus Politik, Musik, Film und Gesellschaft. Man begegnet Helmut Schmidt genauso wie Napoleon, kann Angela Merkel in die Augen schauen oder direkt neben den Beatles für ein Erinnerungsfoto posieren. 

Auch Hamburger Originale wie Udo Lindenberg oder Olivia Jones sind vertreten und geben dem Ganzen eine lokale Note. Die Figuren entstehen in einer hauseigenen Werkstatt, mit einem extrem hohen Anspruch an Detailtreue. Jedes Haar wird einzeln eingepflanzt, jede Falte präzise modelliert – ein Prozess, der mehrere Monate dauern kann. Diese handwerkliche Sorgfalt sorgt dafür, dass die Figuren nicht nur ähnlich aussehen, sondern auch lebendig wirken.

Zwischen Grusel und Glamour

Das Panoptikum ist nicht nur ein Ort der Prominenz, sondern auch des Staunens. Neben der Galerie berühmter Persönlichkeiten gibt es auch eine anatomische Ausstellung, die einen Einblick in den menschlichen Körper gibt – eindrucksvoll und zugleich lehrreich. Wer es etwas düsterer mag, wagt sich in den Bereich mit den Gruselfiguren, wo Monster, Serienmörder oder historische Schreckgestalten inszeniert sind. Doch anders als in manch überladener Geisterbahn steht hier die Atmosphäre im Vordergrund. Es gibt keine blinkenden Lichter, keine kreischenden Soundeffekte – stattdessen wirkt die Stille zwischen den Figuren fast ehrfürchtig. Das Panoptikum setzt nicht auf Schockmomente, sondern auf das, was wirklich hängen bleibt: Staunen, Nachdenken, Erinnern.

Ideale Ergänzung zur Reeperbahn-Tour

Mit seiner zentralen Lage ist das Panoptikum ein idealer Zwischenstopp auf jeder Tour durch St. Pauli. Wer ohnehin ein Musical im benachbarten Operettenhaus plant oder vorher durch die Davidstraße schlendert, erreicht das Museum in wenigen Minuten. Es bildet einen schönen Kontrast zur lauten Welt draußen – fast wie ein kurzer Spaziergang durch die Geschichte. 

Auch für Schulklassen oder Familien mit älteren Kindern bietet das Panoptikum spannende Inhalte und überraschende Perspektiven. Und wer nach dem Besuch noch Lust hat, mehr über Hamburgs berühmtesten Stadtteil zu erfahren, ist herzlich eingeladen, eine geführte Kieztour mit uns zu erleben.

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