Der berühmteste Discounter Deutschlands (auch bekannt als „Kiez Penny“)
Mitten auf der Reeperbahn, eingerahmt von Bars, Erotikshops und Theater-Fassaden, liegt ein Ort, der wie kein zweiter für das alltägliche Gesicht des Kiezes steht: der Penny-Markt an der Reeperbahn 108 – 114, oft auch liebevoll als „Kiez Penny“ bezeichnet.
- Der berühmteste Discounter Deutschlands (auch bekannt als „Kiez Penny“)
- Ein Ort, der durch eine Doku zur Legende wurde
- Zwischen Zigarettenautomat und Zivilstreife – Alltag am Kiez-Penny
- Der Penny als Symbol für den Kiez im Ausnahmezustand
- Und nach dem Einkauf? Willkommen im Elbschlosskeller
- Mit unseren Kult-Kieztouren mitten rein ins echte Leben
Die Filiale erfuhr 2020 eine umfassende Renovierung, bei der sie selbst zur Hommage an St. Pauli wurde: Das Design integriert bewusst Street Art, Leuchtreklamen und freche Neonreklame-Sprüche an den Wänden. Die Besucher werden zudem von einer großformatigen Fototapete der Kult-Dragqueen Olivia Jones begrüßt, die Patin des Marktes ist. Innen herrschen grelles Licht, laute Durchsagen und ein Sortiment, das kaum jemand wegen seiner Frische feiert (die natürlich dennoch gegeben ist) – und doch ist dieser Markt berühmt geworden.
Nicht wegen der Produkte, sondern wegen der Menschen, die hier einkaufen, arbeiten, warten oder einfach nur durchatmen. Der Penny-Markt auf der Reeperbahn ist keine gewöhnliche Filiale – er ist eine Bühne im Mikrokosmos St. Pauli.
Ein Ort, der durch eine Doku zur Legende wurde
Im Jahr 2006 drehte Spiegel TV eine Dokumentation über genau diesen Supermarkt – und schuf damit ein Stück deutscher Fernsehgeschichte. Die Reportage zeigte, was sich in den Gängen dieses Marktes wirklich abspielt: ein Nebeneinander von Betrunkenen, Bedürftigen, Touristen, Einheimischen und Menschen, für die der Penny nicht nur Einkaufsstätte, sondern sozialer Treffpunkt ist. In der ungeschönten Darstellung, mit all ihrer Grobheit und Tragikomik, wurde der Markt zum viralen Phänomen – auch Jahre später noch in Memes, Zitaten und YouTube-Zusammenschnitten präsent. 2021 wurde das Format mit neuen Folgen fortgesetzt – und die Reaktionen zeigten: Das Interesse am realen Leben zwischen Kühlregal und Kasse ist ungebrochen.
Zwischen Zigarettenautomat und Zivilstreife – Alltag am Kiez-Penny
Der Penny-Markt auf der Reeperbahn ist bis heute Montags – Samstags geöffnet – in der Regel von 7 bis 23 Uhr – und hat dabei ein besonderes Sicherheitskonzept. Die Filiale beschäftigt eigene Sicherheitskräfte, verfügt über ein Kamerasystem und ist mit der benachbarten Polizeiwache (Davidwache) im engen Austausch. Denn nicht selten wird hier getrunken, gestritten oder geklaut – manchmal alles gleichzeitig. Für die Angestellten ist das Alltag, für Besucher aus anderen Stadtteilen eher Reizüberflutung. Doch trotz allem: Der Markt funktioniert. Und wer regelmäßig herkommt, kennt nicht nur die Kassierer beim Namen, sondern auch die Regeln, die hier gelten – auch wenn sie nirgendwo stehen.
Der Penny als Symbol für den Kiez im Ausnahmezustand
Wirklich besonders ist aber nicht nur das, was im Markt passiert – sondern auch das, was er symbolisiert. Inmitten eines Stadtteils, der für Entertainment, Nachtleben und Tourismus steht, ist der Penny-Markt so etwas wie ein Gegengewicht zur Glitzerfassade. Hier wird nicht performt, sondern gelebt. Die Preise sind niedrig, die Kundschaft vielfältig, und der Raum erzählt Geschichten – von Existenzen am Rand der bürgerlichen Gesellschaft, vom Kampf ums An- oder Weiterkommen, von der alltäglichen Widersprüchlichkeit auf St. Pauli. Der Penny ist weder romantisch noch pittoresk, aber genau deshalb vielleicht das ehrlichste Stück Reeperbahn überhaupt.
Und nach dem Einkauf? Willkommen im Elbschlosskeller
Nur wenige Schritte weiter – auf dem Hamburger Berg – beginnt die nächste Legende: der Elbschlosskeller. Auch hier trifft man auf Menschen hautnah. Der Übergang vom Penny zur Bar ist fließend – und manchmal geht er auch in die andere Richtung. Denn in St. Pauli ist der Supermarkt nicht das Ende des Abends, sondern oft erst der Anfang.
Mit unseren Kult-Kieztouren mitten rein ins echte Leben
Kaum ein Ort auf dem Kiez bringt so viele Geschichten mit wie dieser unscheinbare Discounter. Unsere Tourguides kennen nicht nur die Historie des Viertels, sondern auch seine Widersprüche. Zwischen Theater, Discounter und Wurstbude nehmen wir dich mit auf eine Reise durch den Alltag auf St. Pauli – mal laut, mal leise, aber immer ehrlich. Und vielleicht ist es gerade der Blick auf den Penny, der dir zeigt, was der Kiez wirklich ist: nicht Kulisse, sondern Realität. Buche jetzt deine Kult-Kieztour und lerne das echte St. Pauli mit unseren prämierten Guides kennen!Wer durch St. Pauli läuft, kommt an einem Namen kaum vorbei: Astra. Das Kultbier mit dem roten Herzanker ist mehr als nur ein Getränk – es ist eine Institution, ein Lebensgefühl, eine Hommage an den Stadtteil, aus dem es stammt. Die Astra Brauerei Hamburg hat sich tief in die Geschichte des Viertels eingeschrieben und steht wie kaum eine andere Marke für den ungeschliffenen Charme des Kiezes.
